
In Anlagen für Hochgeschwindigkeits-UV-Druck, Flexodruck und Siebdruck hängt alles vom Aushärtungsvorgang ab – und das in Millisekunden. Wenn pro Schicht Hunderttausende von Blitzzyklen durchgeführt werden, beginnen herkömmliche Quecksilberlampen, ihren Betrieb nicht mehr konstant aufrechtzuerhalten. Die spektrale Strahlungsintensität verändert sich, die Elektroden verschlechtern sich. Das Ergebnis sind unzuverlässige Aushärtungsergebnisse, Löcher im Druckbild sowie Stillstandszeiten, die man nicht vorhersehen kann.
Was wirklich wichtig ist: Wir bauen unsere Quarz-Quecksilber-UV-Lampen so, dass sie eine geringe thermische Trägheit aufweisen. Die Elektrodeneinheit erreicht innerhalb weniger Blitzzyklen eine stabile Betriebstemperatur und gibt den entstandenen Wärmeenergie schnell wieder ab. Dadurch bleibt der Quecksilberdampfdruck konstant – wodurch die spektrale Strahlungsintensität, die hauptsächlich aus dem 365-nm-Lichtspektrum besteht, immer gleich bleibt.
So erhalten Sie eine stabile Spitzenstrahlungsintensität entlang der Bogenlänge sowie eine vorhersagbare Lebensdauer der Lampe. In der Praxis erreichen diese Lampen eine Lebensdauer von über 5.000 Stunden, bei gleichzeitig konstanter Strahlungsintensität. Der Quarzkörper wird wegen seines hohen UV-Durchlassvermögens sowie seiner geringen Wärmeausdehnung gewählt. Der Reflektor besteht aus einem Dichroikbelag, der nützliche Wellenlängen zurück auf das Substrat lenkt und gleichzeitig das Infrarotlicht abschirmt.
Warum das wichtig ist: Bei schnellem Aushärtungsvorgang ist die Kathode der erste Punkt, an dem Ausfälle auftreten können. Unser Anti-Fatigue-Elektrodedesign verhindert das Absplittern der Elektroden und das Schwarzwerden der Lampen nach längerem Gebrauch. So können Tausende von Blitzzyklen durchgeführt werden, ohne dass es zu Störungen in der Farbstabilität oder Haftfestigkeit kommt.
Praktische Vorteile: Schnellere Umrüstzeiten, weniger Wärmebelastung für empfindliche Substrate sowie weniger Austausch der Lampen. Der Energieverbrauch sinkt, da das System weniger Zeit damit verbringt, sich anzupassen, sondern eher mit der Bereitstellung der erforderlichen Energiendichte beschäftigt ist.
Wichtige Details: Diese Lampen benötigen eine geeignete Stromversorgung sowie ein passendes Zündprofil. Passen Sie den Zünder an die Nennspannung und die Bogenlänge der Lampe an. Überprüfen Sie außerdem die Ausrichtung des Reflektors, damit die erforderliche Strahlungsverteilung erreicht wird.
In einigen Konfigurationen kann eine etwas höhere Anfangszündspannung auftreten. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Kühllufttemperatur innerhalb der Spezifikationen bleibt. Für eine möglichst stabile Leistung sollten die Lampen innerhalb ihres Nennleistungsbereichs betrieben werden. Überwachen Sie die Strahlungsintensität über die Lebensdauer der Lampe mit einem Spektralradiometer.