
Bei der Restaurierung von Kunstwerken bleibt kein Platz für Vermutungen. Wenn man zerbrechliche Pigmente stabilisiert, Bindemittel festigt oder Konservierungsharze trocknen lässt, muss die UV-Lampe eine wiederholbare Energieabgabe liefern – und nicht nur ein schwaches Licht. Im Studio kann eine unregelmäßige Spektralabgabe dazu führen, dass die Verbindungen zwischen den Bestandteilen unvollständig sind, die Farben gelblich werden oder Rückstände des Photoinitiators erst Monate später sichtbar werden. Deshalb betrachten wir das gesamte Aushärtungssystem – nicht nur die Lampe selbst.
Was technisch wichtig ist
Wir produzieren Quecksilberdampflampen, die eine konstante Spektralabgabe gewährleisten. Dadurch kann man die Intensität der Strahlung genau kontrollieren, sodass die Aktivierung des Photoinitiators zuverlässig erfolgt. Hochreines Quarz sowie eine geeignete Reflektorgeometrie sorgen dafür, dass die Intensität über die gesamte Fläche gleichmäßig ist. Zudem sorgen dichroische Beschichtungen dafür, dass überschüssige Wärme vermieden wird. Dadurch erhalten Sie eine lange Lebensdauer der Lampe – die Strahlungsintensität nach 2.000 Stunden liegt fast genauso hoch wie nach 100 Stunden. Der Vorteil ist somit eine wiederholbare Strahlungsintensität, die in mJ/cm² gemessen werden kann und somit dokumentiert werden kann.
Warum es in der Praxis funktioniert
Man benötigt eine Lampe, die jedes Mal auf dieselbe Weise funktioniert – egal ob es darum geht, ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert zu konservieren oder eine moderne Lackschicht zu versiegeln. Eine stabile Strahlungsabgabe reduziert die Anzahl der Versuche, verkürzt die Aushärtungszeit und verringert das Risiko von Deformierungen des Substrats durch Hitze. Wir unterstützen die Lampen mit einer Diagnosemethode vor Ort: Wir messen die Effizienz des Reflektors und stellen sicher, dass das Spektrum zum verwendeten Lack oder Harz passt. Dadurch wird die Aushärtung zu einem kontrollierten Prozess.
Einige praktische Aspekte
UV-Lampen sind empfindlich bezüglich der Positionierung, des Zustands des Reflektors sowie der Umgebungstemperatur. Die Strahlungsintensität kann abnehmen, wenn sich der Abstand zwischen den Elektrodengleitungen ändert oder die Beschichtung an Qualität verliert. Planen Sie daher eine ordnungsgemäße Kühlung, halten Sie die Quarzoberflächen sauber und führen Sie regelmäßige Messungen mit einem kalibrierten Radiometer durch. Wenn Ihre Anlage ohne Ozon arbeitet, überprüfen Sie die Spezifikationen der Lampe und stellen Sie sicher, dass die Luftzufuhr die Lampe innerhalb ihres thermischen Bereichs hält.